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Biographie

Seit Truck Stop mit "Ich möcht so gern Dave Dudley hör`n" ihren ersten großen Hit landeten, sind fast 30 Jahre vergangen. Und wer damals dachte, dass deutscher Country-Musik kein dauerhafter Erfolg beschieden sein könne, wurde eines besseren belehrt. Es folgten in den nächsten Jahren Hits wie "Der wilde, wilde Westen", "Take it easy altes Haus" und "Arizona, Arizona" - alles Hits, die nicht nur bei eingefleischten Country-Fans zu Ohrwürmern wurden.
Mit ihrem unverwechselbaren Sound, ehrlichen Texten aus Ihrem Leben als "Cowboys von der Waterkant", aber auch mit viel Humor und guter Laune, haben sich Truck Stop eine große und treue Fangemeinde erspielt und sind durch "Maschendrahtzaun", dem gemeinsamen Hit mit Stefan Raab, längst auch außerhalb der Countryszene Kult.


"Tief im Herzen immer Cowboy" mehr als ein Song für Truck Stop. Der Satz gehört in ihre Biographie. In goldenen Lettern. Cisco, Lucius, Erich, Teddy, Knut und Uwe sind immer Cowboys gewesen und haben sich keinen Deut um schnellebige Trends gekümmert. Vielleicht kommen sie deshalb so überzeugend rüber. Seit fast drei Jahrzehnten stehen sie auf der Bühne, immer fröhlich, immer guter Laune, und mit unverminderter Power beweisen sie, dass auf erfahrene Cowboys auch nach so langer Zeit noch Verlass ist. Truck Stop leben ihre Musik. Vielleicht kommen sie deshalb so überzeugend rüber. Cisco läuft in seinen Cowboyklamotten quer durch Hamburg. Lucius trägt seinen Flaschenöffner auch in der Bank um den Hals. Teddy und Knut lassen selbst im Supermarkt flotte Sprüche ab. Erich bleibt der geheimnisvolle Stille, und Uwe schwankt zwischen Cowboy und Hippie. Echte Kerle, sympathische Jungs ohne Starallüren und arrogantes Gehabe.

Ganze Männer, mit denen man ein offenes Wort wechseln und einen draufmachen kann. "Mit Country Music kannst du alt werden", hat Cisco mal gesagt. "Weil man sich als Cowboy nicht verstellen muss. Country-Fans wollen echte Typen und keine Abziehbilder. Die Elbe-Cowboys singen deutsch, weil Country Music keine Sache der Sprache ist. Da geht es vor allem ums Feeling, und das kommt in jeder Sprache rüber. Auch auf Deutsch. Und gerade auf Deutsch. Truck Stop haben es bewiesen, schon Mitte der Siebziger Jahre, als sie mit "Ich möcht so gern Dave Dudley hör'n" die deutschen Hitparaden aufmischten. Es war ein Sound und ein Text, den es eigentlich noch nicht gegeben hatte", erzählt Lucius, "das war einfach mal 'ne andere Geschichte als Liebe-Triebe-Herz-Schmerz." Erich: "Damals hatte sich der Rock in Richtung Jazz entwickelt. Die Musik wurde besser, der Unterhaltungswert immer geringer. Dann kam die Disco-Musik. Bei den Leuten war ein Defizit da. Sie wollten Musik hören, die sie verstehen konnten."

Der Weg war vorgezeichnet für Truck Stop. Fröhliche Westernsongs wie "Der Wilde, Wilde Westen", "Old Texas Town, die Westernstadt" und "Take It Easy, Altes Haus" sprachen den Leuten aus dem Herzen und landeten weit vorn in den Charts. Ihre Konzerte waren ausverkauft, überall schossen Fan-Clubs aus dem Boden. Selbst der legendäre Dave Dudley erlebte ein deutsches Comeback, als die Jungs ihn mit auf Tour nahmen. Truck Stop wurden zu einem Erlebnis für die ganze Familie, zu einer Institution. Cisco: "Und das Beste ist; Wir haben riesigen Spaß dabei!" Natürlich gab es auch Flauten, aber die waren nur von kurzer Dauer und endeten immer mit einem Paukenschlag. 1984 zogen die Elbe-Cowboys mit einem Glaubensbekenntnis in die Charts ein: "Wir sind die Cowboys der Nation". 1986 landeten sie mit "Louisiana Ladies" in der ZDF-Hitparade weit vorn. Das gelang auch mit Alben wie "Freunde bleiben" und "Keep It Country", vor allem aber mit "Arizona, Arizona", das sogar in Arizona von den Radio Stations gespielt wurde. "Alabama Moon" wurde zur Hymne für alle Amerika-Fans, die von endlosen Highways träumen. Zu keiner Musik kann man so schön nach Westen cruisen.

Truck Stop wurde zu einem Markenartikel, der alle Modeerscheinungen unbeschadet überstanden hat. Wer redet heute noch von deutschen Disco-Stars? Oder der Neuen Deutschen Welle? Truck Stop gibt es immer noch. Weil ihre Country Music zeitlos ist, und weil sie von Herzen kommt. Weil sie ihre Musik sogar leben. Truck Stop wird es immer geben, und das ist gut so. Im März 2000 wurden Truck Stop mit vier Country-Oscars von der German-American Country Music Federation GACMF geehrt. Zuvor hatte die GACMF die Elbe-Cowboys bereits für ihr Lebenswerk geehrt und als erste in die "Country Hall of Fame" aufgenommen.


Die Statements - Truck Stop sind seit fast 30 Jahre unterwegs und noch lange nicht ausgepowert. Was treibt die Elbe-Cowboys an?

Cisco: "Wir leben unsere Träume aus, können uns gar kein anderes Leben vorstellen. Ich wurde schon als Cowboy geboren und werde nie etwas anderes tun, als für unsere Fans zu singen."

Lucius: "Warum wir immer noch unterwegs sind? Weil die Tourerei riesigen Spaß macht! Außerdem würde mir die Decke auf den Kopf fallen, wenn ich dauernd zu Hause sitzen müßte."

Erich: "Wir haben mit unserer Musik eine Lebensqualität geschaffen, die wir nicht mehr aufgeben wollen. Country, das ist auch ein 'way of life', den wir längst verinnerlicht haben."

Uwe: "Wir sind viel zu jung, um aufzuhören! Ich halte mich mit Tennisspielen fit, bin jede freie Minute auf dem Platz, und in meinem Kofferraum steht immer ein Kasten mit Mineralwasser!"

Teddy: "Musik ist das letzte Abenteuer, und wir wollen dabeisein! Oder soll das letzte Abenteuer vielleicht ohne uns statfinden?"

Knut: "Wir sind Vagabunden! An einem Schreibtisch würde ich auf Dauer versauern! Außerdem werden wir für unseren Einsatz tausendfach belohnt: durch die Begeisterung unserer Fans!"

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