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Biographie

Alles. Nur nicht alltäglich.
So kann man Avril Lavignes Wesen, ihre Art beschreiben. Sie ist ungezähmt, unbezähmbar, ein echtes "Wild Child". Also eines der raren Wesen, das mit seiner Stimme und seinem Charakter schon im Alter von zwei Jahren gezeigt hat, wo's lang geht. Ein Kind aus einer Kleinstadt, das schon in der Schule nicht still sitzen konnte. Und ein Kind, das keine Zweifel daran hatte und entschlossen war, Karriere als Songschreiberin zu machen, im fernen New York oder Los Angeles.

Sie hat es geschafft. Die Tür ins Reich des Rock'n'Roll steht sperrangelweit offen. Mit gerade mal 17 Jahren werden die Träume der High-School-Studentin aus Napanee im kanadischen Ontario wahr. Sie hat mit ihrem frischen, couragierten Art und ihrem Charme L. A. Reid von Arista Records überzeugt. Ihre Stimme ist einerseits süß und poppig wie die von Natalie Imbruglia und Lisa Loeb, andererseits zeigt sie ihre Krallen und klingt so giftig und bissig wie Alanis Morissette und Courtney Love.

Avril Lavigne betört mit ihren blonden Haaren und ihren blauen Augen die Jungs. Mädchen möchten sein wie sie, die Skater-Punk-Prinzessin. Selbstbewusst lässt sie sich aber nicht in eine Rolle drängen: "Ich bin so wie ich bin. Ich bin keine schlechte Person. Ich liebe es Spaß zu haben und ich mag mich so wie ich bin." Das hört man und spürt man bei ihrem Debüt-Album "Let Go". Sie beschreibt und singt über ihre Gefühle und sie denkt nicht darüber nach, was andere von ihr denken. Das hat sie auch nicht nötig. Ihre erste Kollektion aus 14 Songs besticht durch eine überraschende Reife, überzeugt durch punkige-poppige Rock'n'Roll-Songs und ihrer wandlungsfähigen Stimme.

Das Mädchen aus Napanee, Ontario (Kanada). Avril wollte schon als Kind im Mittelpunkt stehen. Wer ein "mittleres Kind" ist und zwei Brüder hat - der eine jünger, der andere älter - kann sich vorstellen, wie schwierig das ist: Man muss sich durchsetzen. Sie erinnert sich daran, wie sich in ihrer Phantasie ihr Bett in eine Bühne verwandelt hat, wie sich als Kind die Seele aus dem Leib gesungen hat - für Tausende von Leuten, ihr imaginäres Publikum. Bis das Publikum echt ist, dauert es nicht lange. Avril singt so oft und so viel wie möglich: Im Gospel-Chor in der Kirche. Sie lernt Gitarre, performt Countrysongs auf Hochzeiten, Tanzveranstaltungen und kleineren Messen.

Mit 15 zieht es sie vom kleinen Napanee mit 5.000 Einwohnern in die große weite Welt. Erste Station: Die Musikszene von New York City. Arista-Chef Antonio "LA" Reid hört von dem kanadischen Land-Ei mit der glasklaren Wahnsinnsstimme, trifft sie und signt sie vom Fleck weg. Avril kehrt nach Hause zurück, packt ihre Koffer und zieht nach Manhattan. Mit gerade mal 16 beginnt sie mit namhaften Songwritern an ihrem ersten Album zu schreiben. Avril: "Es war frustrierend. Ich arbeitete mit diesen mega-talentierten Leuten zusammen, aber am Ende kam nur Mist raus - Songs, die mich nicht repräsentierten. Das war ich einfach nicht." Dann sollte Avril es mal mit Songs probieren, die komplett von anderen Leuten stammten. Auch das war's nicht. Gestresst, frustriert und desillusioniert wirft Avril das Handtuch.

Von New York nach Los Angeles.
"LA" Reid schaltet sich ein, kauft Avril ein One-Way-Ticket - allerdings nicht nach Hause, sondern nach Los Angeles: Küsten- und Tapetenwechsel. In der "Stadt der Engel" trifft sie den Songwriter und Produzenten Cliff Magness. Avril: "Ich wusste sofort, das ist der Richtige. Er verstand, dass ich mein Ding durchziehen musste. Er ließ mich führen." In den nächsten Wochen regnet es förmlich Songs. Avril schrieb sich die Seele aus dem zierlichen Leib. Cliff und das Produktionsteam Matrix steuern den Kreativ-Schub mit sanfter Hand. Kurze Zeit nimmt sie Nettwerk Management unter Vertrag und ist unter dem selben Dach wie Sarah McLachlan, Dido, Coldplay, die Barenaked Ladies and Sum 41.

Avril ist überglücklich. Ihr erstes "Baby" ist gelungen. "Im vergangenen Jahr habe ich mich als Songwriterin weiterentwickelt: "Den Track 'Complicated' habe ich über niemanden im Speziellen geschrieben. Er handelt vom Leben im Allgemeinen, über Leute, die sich und anderen etwas vormachen und über Beziehungen." Ihr persönlicher Lieblingssong auf dem Album "Let Go" ist "Losing Grip": "Dabei geht es um einen meiner Ex-Freunde, der mir nie die Liebe gegeben hat, die ich wollte." Avril lacht: "Heute ist das nicht mehr wichtig. Die Erfahrung zählt und was bleibt ist ein toller Song."

Avril war schon immer ein Tomboy. Kaum war das Album fertig, konnte es Avril kaum erwarten, rauszugehen und live aufzutreten. Sie freut sich und witzelt über das Tourleben mit ihrer Band sk8er, das wohl ähnlich sein wird wie das Zusammenleben mit ihren Brüdern in ihrer Kindheit: "Ich benahm mich schon immer wie ein Junge, hing immer mit den Jungs rum. Ich war das, was man Tomboy nennt. Als Kind holte ich mir lieber beim Baseball und Eishockey blaue Flecken statt mit Puppen zu spielen oder meiner Mutter in der Küche zu helfen." Ihre Musik wird alle erreichen - Jungs und Mädchen und sicherlich auch mehr als nur ein paar wenige Erwachsene - dafür sorgt Avril Lavigne höchstpersönlich. Sie sagt: "I want to rock the world!" Und dabei wird sie die Welt von sich überzeugen. Beweisen, dass ihre Musik echt ist, dass sie aus ihrem Innersten, ihrem Herzen, ihrer Seele kommt. Sie ist ehrlich zu sich selbst und nicht zuletzt das sorgt dafür, dass sie alles ist. Nur nicht alltäglich.

"Let Go" - Von Napanee um die ganze Welt.
"Complicated" heißt die erste Single aus Avrils Debüt-Album. Mit der energiegeladenen Rock-Hymne mit Pop-Appeal ist sie drauf und dran, nach den Charts in Kanada, auch die US-Billboard-Charts zu stürmen. "Complicated" erscheint hierzulande am 26. August 2002, im September wird "Let Go" veröffentlicht. Das Album ist ein Meisterwerk, das mit den Erstlingen von Alanis Morissette oder Amanda Marshall vergleichbar ist: Da ist mehr als nur Musik drin. "Let Go" heißt auf den Punkt gebracht: exzellentes Songwriting, ein unglaublicher Instinkt für geniale Hooklines und eine außergewöhnliche Stimme.

Songs wie "Sk8ter Boi" werden selbst eingefleischte Nu-Rock-Freaks überzeugen. Auf "Losing Grip" und "Unwanted" setzt sich die 17-Jährige mit unglücklicher Liebe inklusive Betrug und dem Gefühl zurückgewiesen zu werden auseinander. In "My World" und "Mobile" reflektiert Avril ihr neues Leben: "Ich lebe meinen großen Traum. Ich ziehe mich an, wie ich will. Ich sage, was ich will und singe, was ich will." So hat sich das Leben des Tomboy eigentlich nicht verändert. Vielleicht mit einer Ausnahme: "Ich hänge immer noch mit den Jungs rum wie früher. Jetzt spielen sie in meiner Band und tanzen nach meiner Pfeife - und das ist auch gut so ..."

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